Digitales Marketing: Immer authentisch bleiben
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Presse 21.05.2025 Dietmar Winkler (Auto Service Praxis)

Digitales Marketing: Immer authentisch bleiben

Interview mit Christoph und Inge Brinke in der Auto Service Praxis

Mit einer staatlich geförderten Beratung können sich Kfz-Betriebe im Online-Marketing optimal aufstellen. Die Experten von Smoke and Luck wissen, wie man über intelligentes E-Marketing Kunden-Leads generiert.

Die Ist-Analyse als Startpunkt

Am Anfang steht immer eine Ist-Analyse. Wir schauen uns an, wie der Betrieb online und offline aufgestellt ist - dazu gehört der Webauftritt genauso wie die Aktivitäten auf Social Media. Dabei sehen wir oft schon auf den ersten Blick, wo etwas fehlt oder inkonsequent wirkt. Parallel werfen wir einen Blick auf die Kundenstruktur: Wer kommt aktuell? Welche Zielgruppen werden nicht angesprochen, obwohl sie potenziell interessant wären?

Kundensegmente verstehen

Ein Karosserie- und Lackierfachbetrieb arbeitet beispielsweise fast ausschließlich mit Autohäusern oder ist in die Schadensteuerung eingebunden - das Privatkundengeschäft ist aber kaum vorhanden. Oder: Die Fuhrparks in der Region sind kein Thema, obwohl dort ein stabiles Auftragsvolumen möglich wäre. Die Betrachtung und Bewertung der Kundensegmente - damit kennen wir uns aus.

Klassische Marketing-Tools haben ihre Berechtigung

Klassische Marketing-Tools haben nach wie vor ihre Berechtigung. Solange es nicht der Flyer von 2017 ist, der einfach noch mal rausgeht. Es geht um Relevanz und Aktualität. Ein Beispiel: Kleine Give-aways, die beim Werkstattbesuch ins Auto gelegt werden, kommen nach wie vor gut an - oft sehen wir dadurch mehr positive Google-Bewertungen. Das ist kein veraltetes Instrument, sondern eine Form der Wertschätzung, die funktioniert.

Die zentrale Rolle digitaler Kanäle

Digitale Kanäle sind absolut zentral, wenn es um Sichtbarkeit geht. Deshalb setzen wir den Schwerpunkt auf Online-Marketing - vor allem auf Meta. Eine der ersten Fragen lautet immer: Auf welchen Kanälen soll der Betrieb präsent sein, und mit welcher Strategie?

Die Website bleibt dabei der Ankerpunkt. Sie ist die digitale Visitenkarte des Betriebs. Wir achten hier besonders auf technische Aktualität, klare Struktur und ein stimmiges Design - auch weil viele Kampagnen von dort aus starten oder dorthin zurückführen.

Social Media mit klarem Ziel und Strategie

Ich bin ein großer Freund von Social Media - aber nur, wenn es mit einem klaren Ziel und einer durchdachten Strategie genutzt wird. Ohne Plan bringt auch regelmäßiges Posten wenig. Entscheidend ist eine Content-Strategie, die auf die Zielgruppe zugeschnitten ist - und die durch gezielte Werbekampagnen ergänzt wird. Organisch allein reicht heute nicht mehr.

Organisches Wachstum reicht nicht mehr

Unsere Erfahrung zeigt klar: Ohne bezahlte Reichweite geht es nicht mehr. Nur zu posten und zu hoffen, dass irgendetwas viral geht, funktioniert in der Regel nicht. Organische Reichweite liegt bei Facebook inzwischen bei durchschnittlich zwei bis sechs Prozent - wenn ein Betrieb also 1.000 Follower hat, sehen oft nur 20 bis 60 Personen einen Beitrag überhaupt. Und das auch nur, wenn das Format, der Zeitpunkt und das Thema stimmen. Deshalb setzen wir auf gezielte Kampagnen zur Neukundengewinnung.

Lead-Generierung durch psychologisch klugen Aufbau

Ziel ist immer die Lead-Generierung. Dabei lohnt es sich, konkrete Angebote zu bewerben, die für die Zielgruppe greifbar sind - idealerweise verbunden mit einem klaren nächsten Schritt, etwa einer Anfrage oder Terminbuchung. Gleichzeitig spielt auch der Markenaufbau eine Rolle. Sichtbarkeit und Vertrauen entstehen nicht durch einen einzelnen Klick, sondern durch Wiederholung und Konsistenz.

Entscheidend ist ein psychologisch kluger Aufbau: Erst Vertrauen und Relevanz erzeugen, dann das passende Angebot platzieren. Inhalte, die informieren oder im Alltag helfen, werden von Meta bevorzugt behandelt - sie fördern Reichweite und Interaktion. Verkaufsdruck, reißerische Sprache oder das Ansprechen persönlicher Merkmale führen dagegen oft zur Einschränkung oder Ablehnung der Anzeige.

Die wichtigsten KPIs

Im Fokus stehen Interaktionen, Impressionen, Reichweite - und die Frequenz, also wie oft Nutzer mit einem Angebot in Berührung kommen. Entscheidend ist, wie viele Reaktionen entstehen: Klicks, Anfragen, Terminbuchungen. Die Arbeit mit dem Funnel hilft dabei, diese Ziele klar zu strukturieren. Im oberen Bereich geht es zunächst darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen - über Themen, die ins Auge fallen oder emotional ansprechen. In der nächsten Stufe folgt ein klarer Impuls, um eine Aktion auszulösen.

Die Anzahl der Follower ist dabei keine verlässliche Kennzahl. Viele Abonnenten bedeuten nicht automatisch Reichweite - und schon gar nicht Umsatz. Entscheidend ist, ob Inhalte bei den richtigen Personen ankommen und ob daraus ein Kontakt oder Auftrag entsteht.

Employer Branding und Recruiting

Wenn ein Betrieb Mitarbeiter sucht, ist das ein typischer Fall. Der Betrieb möchte wissen, wie er sich als Arbeitgeber auf Social Media positionieren kann. Wir entwickeln gemeinsam eine Strategie, gehen dann aber direkt in die Umsetzung. Der Ablauf wird durchgespielt - von der Idee bis zum Posting.

"Die Anzahl der Follower ist für sich genommen keine verlässliche Kennzahl." - Christoph Brinke, Smoke and Luck

Fazit: Authentizität und Strategie

Die Kombination aus Authentizität und durchdachter Strategie ist der Schlüssel zum Erfolg im digitalen Marketing für Kfz-Betriebe. Mit der richtigen Beratung und staatlicher Förderung können sich Werkstätten optimal aufstellen und ihre Zielgruppen erreichen.

Dein nächster Schritt

Lass uns gemeinsam prüfen, wie wir deinen Betrieb sichtbarer und unabhängiger machen können.

Tags:
PresseKFZStrategie

Dietmar Winkler (Auto Service Praxis)

Expertin für Förderung und Unternehmensführung im KFZ-Bereich. Unterstützt Betriebe dabei, staatliche Zuschüsse optimal zu nutzen.