Preisgestaltung für Werkstätten: Wie du 30% mehr Gewinn machst – ohne Kunden zu verlieren
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Strategie 23.11.2025 Inge Brinke

Preisgestaltung für Werkstätten: Wie du 30% mehr Gewinn machst – ohne Kunden zu verlieren

Das Preisproblem der meisten Werkstätten

Du machst gute Arbeit. Du hast zufriedene Kunden. Aber dein Gewinn ist niedrig. Warum?

Weil du unterpreist bist.

Das ist nicht deine Schuld. Die meisten Werkstätten unterpreisen sich. Sie schauen, was die Konkurrenz kostet, und unterbieten sie um 10-20%. Das ist ein Fehler.

Die Psychologie der Preisgestaltung

Menschen verbinden Preis mit Qualität. Ein billiger Preis bedeutet billige Qualität. Ein hoher Preis bedeutet hohe Qualität.

Das ist nicht rational. Aber es ist wahr.

Wenn du deine Preise erhöhst, werden manche Kunden gehen. Aber neue Kunden werden kommen – Kunden, die Qualität schätzen und bereit sind, dafür zu zahlen.

Die 3 Preisgestaltungs-Strategien

1. Kostenbasierte Preisgestaltung

Das ist die einfachste Methode. Du berechnest deine Kosten und addierst einen Gewinn.

Beispiel:

  • Teile: 100 Euro
  • Arbeit (2 Stunden à 50 Euro): 100 Euro
  • Gewinn (30%): 60 Euro
  • Gesamtpreis: 260 Euro

Das Problem: Diese Methode ignoriert den Wert, den du schaffst.

2. Wertbasierte Preisgestaltung

Das ist die beste Methode. Du berechnest den Wert, den du für den Kunden schaffst.

Beispiel:

  • Der Kunde spart 500 Euro, weil du eine teure Reparatur vermeidest
  • Du kannst 50 Euro für diese Beratung berechnen
  • Das ist fair – der Kunde spart 450 Euro, du verdienst 50 Euro

Das Problem: Es ist schwer zu berechnen.

3. Marktbasierte Preisgestaltung

Das ist ein Kompromiss. Du schaust, was der Markt kostet, und positionierst dich entsprechend.

Beispiel:

  • Der Markt kostet durchschnittlich 150 Euro pro Stunde
  • Du bist besser als der Durchschnitt
  • Du berechnest 180 Euro pro Stunde

Das Problem: Du bist immer noch abhängig vom Markt.

Wie du 30% mehr Gewinn machst

Die Antwort ist einfach: Erhöhe deine Preise.

Aber nicht einfach so. Mit Strategie.

1. Erhöhe deine Preise graduell

Nicht um 30% auf einmal. Das verlierst du Kunden. Sondern um 5-10% alle 6 Monate. Nach 2 Jahren hast du 30% mehr Gewinn.

2. Rechtfertige deine Preise

Wenn du deine Preise erhöhst, erkläre warum:

  • "Wir haben neue Ausrüstung gekauft"
  • "Unsere Mitarbeiter haben sich weitergebildet"
  • "Wir bieten jetzt besseren Service"

3. Biete Mehrwert

Wenn du deine Preise erhöhst, gib mehr:

  • Längere Garantie
  • Bessere Kommunikation
  • Schnellere Reparaturen
  • Kostenlose Inspektionen

4. Segmentiere deine Kunden

Nicht alle Kunden sind gleich. Manche zahlen gerne mehr für besseren Service.

Biete an:

  • Standard-Service (Günstig, aber gut)
  • Premium-Service (Teuer, aber sehr gut)
  • VIP-Service (Sehr teuer, aber persönlich)

Die Zahlen

Wenn du deine Preise um 10% erhöhst und 5% der Kunden verlierst, steigt dein Gewinn um 5%. Das ist nicht schlecht.

Aber in der Realität verlierst du nicht 5% der Kunden. Du verlierst vielleicht 1-2%. Weil deine Kunden deine Qualität schätzen.

Fazit: Preisgestaltung ist eine Kunst

Die meisten Werkstätten unterpreisen sich. Nicht, weil sie müssen. Sondern weil sie nicht wissen, wie man richtig preist.

Wenn du deine Preise erhöhst und mehr Wert anbietest, wirst du nicht nur mehr Gewinn machen – du wirst auch bessere Kunden anziehen.

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Dein nächster Schritt

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Inge Brinke

Inge Brinke

Expertin für Förderung und Unternehmensführung im KFZ-Bereich. Unterstützt Betriebe dabei, staatliche Zuschüsse optimal zu nutzen.